Das Oswald

Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld

Planspiel Klimapolitik

Planspiel "Südsicht" im Rahmen der Europawoche 2013

Aus Anlass der Europawoche vom 06. bis zum 08. Mai 2013 haben wir mit den Klassen GY1-11 und GY2-11 des Beruflichen Gymnasiums das Planspiel „ Südsicht – Ein klimapolitischer Perspektivwechsel“ im großen Sitzungssaal des Kreishauses in Coesfeld durchgeführt.

Das Projekt stammt von der Landesarbeitsgemeinschaft AGENDA 21 NRW e.V., welche von zahlreichen Kommunen und Kreisen, Verbänden und Institutionen, Kirchen und Gewerkschaften als Kompetenznetzwerk zur Professionalisierung lokaler Nachhaltigkeitsprozesse im Jahr 2001 gegründet wurde.

Ihr Ziel ist es globale Nachhaltigkeitsziele für kommunales Engagement aufzubereiten und umzusetzen.

In dem Planspiel ging es um die Lage der fiktiven afrikanischen Region „Ghanesien“ mit der Hauptstadt „Cape Shore“, die einen realen Hintergrund hat. Da das Land im Westen Afrikas liegt, gibt es keine Jahreszeiten, nur einen Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit. Durch den Klimawandel werden die Regenzeiten jedoch immer stärker, was für die Region zu einem großen Problem wurde.

Im Rahmen des Planspiels nahm jeder Schüler die Rolle eines Ratsmitglieds dieser Stadt ein, das einer der beiden vertretenen Parteien angehörte. So wurden zum Beispiel die Rollen des Bürgermeisters, der Fraktionsvorsitzenden bis hin zu den Stammeshäuptlingen verteilt.

Zur Lösung des Problems hat der Rat der Stadt die Möglichkeit Retentionsflächen (Überschwemmungsgebiete) anzulegen oder Schutzmauern und Deiche zu errichten, da die finanziellen Mittel nur für eine der beiden Maßnahmen ausreicht.

In Fraktionssitzungen wurden die Positionen der Parteien diskutiert, wobei weitere Probleme auftraten: „Woher kommt das Geld für die Maßnahmen?“ und „Deiche verkleinern Wohnflächen!“

In späteren Ausschusssitzungen wurden die erarbeiteten Vorschläge diskutiert und über eine mögliche Lösung abgestimmt.

In der abschließenden Ratssitzung, an der auch der Landrat Konrad Püning als Gast teilnahm, kamen die beiden Vorsitzenden der Parteien noch einmal zu Wort und erläuterten ihre Positionen. Letztendlich kamen beide Ausschüsse zu dem Schluss, dass Vorschlag B, die Errichtung von Schutzmauern und Deiche, für die Region besser ist, da die Mauern sicherer sowie kostengünstiger seien und weniger Umsiedlungen stattfinden müssten. Ein weiterer Vorteil sei, dass Arbeitslose, Landwirte und Studenten bei der Unterhaltung der Deiche helfen könnten.

Bei der anschließenden Abstimmung des gesamten Rates wurde der Vorschlag B einstimmig angenommen. Die danach folgenden Änderungsanträge hatten zum Gegenstand, die die Gestaltung der Schutzmauer in sozialen Projekten vorzusehen sowie Handelsabkommen mit Industrieländern anzustreben, wurden mehrheitlich angenommen.

In einem letzten Vortrag wurden die Ergebnisse des Tages zusammengefasst. So wurde der zum Teil komplizierte Prozess der politischen Willensbildung noch einmal verdeutlicht und positive Beiträge hervorgehoben.

Der Landrat sowie die Schulleiterin dankten abschließend den Schülern für ihr Engagement in Sachen Klimaschutz und beendeten den gelungenen Tag.

Planspiel-Galerie

Kompetenzen im Planspiel: Teamwork ...
... Recherche ...
... Demokratie ...
... und Präsentieren.