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Aktionstag MFAs 2013

Nicht nur wir werden immer älter!

Der Aktionstag der Abschlussklasse der Medizinischen Fachangestellten zum Thema „Der alte Mensch in der Arztpraxis“ am 16. Mai 2013 greift ein wichtiges Thema auf.

Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Die deutsche Gesellschaft gehört im internationalen Vergleich sogar zu den ältesten. Das Statistische Bundesamt prognostiziert, dass im Jahr 2030 jeder dritte Deutsche über 65 Jahre alt sein wird. Diese Entwicklung stellt auch die Medizinische Fachangestellte (MFA) in der Praxis vor immer neue Herausforderungen. Die MFA ist schließlich der zentrale Ansprechpartner für die Patienten in Fragen der Praxisorganisation.

Dabei kann es sein, dass die alten Menschen, die ihnen auf der anderen Seite der Anmeldung gegenüberstehen, nicht nur schlecht hören und sehen oder sich nur eingeschränkt bewegen können, sondern auch unter einer Demenz leiden.

Dass die häufigste Demenzform, die Alzheimerdemenz ist, dass sie jeden treffen kann und auch berühmte Persönlichkeiten wie Ronald Reagan, Margaret Thatcher und Rita Hayworth nicht verschont, stellen die Referentinnen Frau Ursula Eing und Frau Hildegard Streyl neben vielen weiteren Aspekten zu Demenzerkrankungen und Beeinträchtigungen alter Menschen im ersten Teil des Aktionstages dar.

 

Im zweiten Teil berichten die Auszubildenden von schwierigen Situationen, die sie in der Praxis mit dementiellen Patienten gesammelt haben. „Ein Patient hat immer davon geredet in seinem Garten zu sein. Dabei war er doch im Behandlungszimmer“, erzählt eine Schülerin. „Bei uns in der Praxis wollte ein Patient unbedingt sofort zurück in den Stall, um seine Tiere zu versorgen. Dabei hat er gar nicht auf einem Bauernhof, sondern in einem Altenwohnheim gelebt“, berichtet eine andere. An der Vielzahl der Situationen, mit denen die Auszubildenden konfrontiert waren, wird eines deutlich nämlich, dass die dementiellen Patienten oft nicht das gleiche wollen, wie die MFA, deren Aufgabe es zum Beispiel ist, eine Untersuchung bei dem Patienten durchzuführen.

Die Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Ursula Eing und die Diplom-Pflegepädagogin und Diplom-Pflegewirtin Hildegard Streyl stellten dazu verschiedene, hilfreiche Strategien im Umgang mit dementiellen Patienten dar. In einem anschließenden Rollenspiel konnten diese dann von den Auszubildenden eingeübt werden.

„Ich habe ganz neue Wege kennengelernt, wie ich mit schwierigen Situationen umgehen kann“, sagt eine der Auszubildenden im Anschluss an das Rollenspiel.

„Als ich den Patienten im Rollenspiel gespielt habe, konnte ich mich viel besser nachvollziehen, wie er sich wohl in einer solchen Situation fühlt“, sagt eine andere.

„Alles super!“ und „Sehr informativ!“ waren Kommentare der Schülerinnen im Anschluss an den Aktionstag. Auch die teilnehmenden Lehrer waren begeistert.

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