Das Oswald

Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld

Praktikumsboerse 2014

„Erfahrung und Selbstbewusstsein gewonnen“

Letteranerin Linda lebte in Castellón de la Plana
Charleen arbeitete in Australien

Am 18.06.2014 fand am Oswald von Nell Breuning-Berufskolleg die jährliche Praktikumsbörse statt. Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe des Bildungsganges Kaufmännische Assistentinnen/Assistenten für Fremdsprachen informierten die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe sowie weitere Interessierte über ihr achtwöchiges Auslandspraktikum. Viel Wissenswertes über Land, Leute, Kultur, aber auch über Unternehmen, Kosten und Fördermöglichkeiten wurde berichtet.

Der folgende Bericht von André Sommer stand in der "Streiflichter"-Ausgabe vom 25.6.2014 (Fotos: Sommer)

Coesfeld. Am vergangenen Mittwoch stellten die Schüler der HBF-12 des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs im Rahmen einer Auslandspraktikumsbörse in Kurzvorträgen vor, wo und wie sie von März bis Mai 2014 ihre achtwöchigen Praktika verlebten. Die jeweils in den Landessprachen ihrer Praktikumsländer gehaltenen Vorträge wurden dabei nicht nur interessiert von den Schülern der HBF-13 verfolgt, die im kommenden Jahr ihre Reisen antreten werden, sondern auch von Schülern der Freiherr-vom-Stein- sowie der Theodor-Heuss-Realschule. Neben den „klassischen“ Praktikumsländern Großbritannien, Frankreich und Spanien, hat es in diesem Jahr zwei Schülerinnen auf andere Kontinente verschlagen. Sabrina Schmitz verbrachte ihre acht Wochen in Toronto, Kanada, und Charleen Martens flog bis nach Australien. Zwar plagte einige der Schülerinnen und Schüler in den acht Wochen das Heimweh, doch alles in allem waren sie sich einig, dass die Zeit in der Fremde eine einmalige Erfahrung gewesen sei.

Acht Wochen arbeiten im spanischen Ferienparadies

Lette/Castellón de la Plana. „Hola mis damas y caballeros“ – mit fließendem Spanisch beeindruckte die Letteranerin Linda Hageböck aus der HBF-12 die Praktikumsbörsenteilnehmer am Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg und zeigte damit, dass das Praktikum im spanischen Castellón de la Plana bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. „Es war eine unglaubliche Zeit“, war sie auch nach dem Vortrag noch aus dem Häuschen. „Ich arbeitete dort an der Rezeption des Hotels Golf Playa und hatte dadurch ununterbrochen Kontakt zu den Hotelgästen, Kollegen und Einheimischen und musste auf spanisch mit ihnen klar kommen.“ Das gelang ihr problemlos: „Mit jedem Tag wuchs dadurch das Selbstbewusstsein und der Spaß an der Aufgabe.“

Auch privat bereitete ihr das spanische Leben Freude: „Ich lebte in einer Drei-Zimmer-Wohnung im Zentrum der Stadt und musste mich selbst verpflegen. Das war aber alles kein Problem“, so die 19-Jährige fröhlich. Ein Highlight für die gebürtige Brasilianerin war ein Ausflug nach Barcelona, wo sie das Camp Nou, das Stadion vom FC Barcelona besuchte: „Leider war ich nicht zu einem Spiel da, aber es war auch ohne Zuschauer ein echtes Erlebnis!“
Wie es nach dem Abschluss am Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg genau weiter gehen wird, weiß Linda Hageböck übrigens noch nicht, aber es wird wohl ins Ausland gehen: „Ich bin gerne unterwegs und bin sehr sprachinteressiert. Ich spreche englisch, spanisch, französisch und niederländisch, komme also zurecht.“ Außerdem hat sie ein weiteres ehrgeiziges Ziel: „Da meine Wurzeln in Brasilien liegen – ich wurde im Alter von einem Jahr adoptiert und bin nach Lette gekommen – möchte ich gerne portugiesisch lernen und Brasilien besuchen. Noch lieber, wäre ich gerne zur WM da gewesen...“
 

Praktikum am anderen Ende der Welt

Coesfeld. Die weiteste und abenteuerlichste Praktikumsreise hat Charleen Martens aus Wulfen gewagt. Sie hat es von März bis Mai ans andere Ende der Welt, nach Australien, verschlagen. „Meine Mutter ist gebürtige Australierin“, so die 19-Jährige. „Da ich aber noch nie dort war, nahm ich die Chance des Auslandspraktikums wahr.“ Der Haken: Für ein Praktikum auf dem fernen Kontinent gibt es keine öffentliche Förderung, so wie für viele europäische Länder. Aber: Glücklicherweise haben meine Eltern Bekannte dort, die nicht nur die Kontaktaufnahme erleichtert haben, sondern auch die Kosten minimierten.“ Die Reise würde sie immer wieder antreten: „Eine unvergessliche Erfahrung.“

 

 

 

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