Das Oswald

Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld

Auslandspraktikum HBF13

Ganz ohne Reisefieber geht’s nicht

Im Auslandspraktikum wollen die kaufmännischen Assistenten für Fremdsprachen des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs neue Erfahrungen sammeln und die Sprache vertiefen. Foto: Florian Schütte

15 junge Fremdsprachenassistenten machen für zwei Monate ein Auslandspraktikum/ Mehr Selbstständigkeit

Heute ist D-Day – der vorerst letzte Tag daheim für 15 Fremdsprachenassistenten des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs. „Jetzt müssen alle Koffer gepackt, alle Klausuren geschrieben sein“, sagt Lehrerin Karin Nee. Denn für die geht es ab morgen nach Frankreich und England. Ob im Kloster, in einer WG oder bei einer Gastfamilie untergebracht – zwei Monate sind die Zwölftklässler in ihren Auslandspraktika auf sich gestellt.

Die entsprechenden Fördergelder haben die Schüler über das Austausch-Programm Erasmus+ oder das Deutsch-Französische Jugendwerk bekommen. So müssen sie in der Regel nur noch für die Fahrt und ihr Taschengeld aufkommen. Trotzdem hat sich jeder selbst um seine Bleibe im Ausland gekümmert. Für Fabienne Albert geht es in ein Kloster in Elbeuf (Frankreich). „Die Berufsschule, bei der ich im Sekretariat arbeite, hatte mir vorgeschlagen, dass ich da wohnen kann“, sagt Fabienne.


Andere der kaufmännischen Assistenten für Fremdsprachen hatten sich vorab um eine Gastfamilie gekümmert oder haben diese vermittelt bekommen. „Wir sollten nur Gastgeschenke mitbringen“, erzählt Kathleen Thieme. „Schinken, Wein und Gummibärchen aus Deutschland sind da sehr beliebt“, weiß die Schülerin, die nach Broadstairs in England geht.

Niklas Pierick quartiert sich in Evian in Frankreich in eine WG ein. „Zum Lernen der Sprache ist das besser, weil man noch mehr Kontakt hat“, sagt Niklas, der in einem Industrieunternehmen im Verkauf arbeiten wird.

Natürlich zieht niemand ganz ohne Reisefieber los, denn so lange war noch keiner der Schüler – ein Großteil ist noch nicht einmal volljährig – von zu Hause fort. „Dass ich da nicht ankomme, macht mir Sorgen“, sagt Fabienne. „Oder dass die Gastfamilie nicht hilfsbereit ist oder mich nicht versteht“, ergänzt ihre Klassenkameradin Johanna Weigelt. Das englische Essen bereitet Fiona Fuchs eher Sorgen. „Da bin ich etwas pingelig“, sagt Fiona. „Und dass ich Vegetarierin bin, hab ich gar nicht erst angegeben, weil ich denen keine Umstände machen wollte“, fügt sie hinzu.

Doch allen Sorgen zum Trotz freut sich jeder auf die Zeit. Neue Leute und Kulturen kennenlernen sowie selbstständiger werden zählen zu den Erwartungen, die die Schüler in die Reise setzen. Klar, dass neben der Arbeit auch der Spaß nicht zu kurz kommen darf. So ist beispielsweise bei einigen England-Fahrern ein Sightseeing in London geplant.

Von ihren Erfahrungen werden die Schüler während ihres Praktikums berichten. Und wer weiß. Vielleicht bekommt ja der ein oder andere auch sofort ein Jobangebot. „Das hat es schon ein paar Mal gegeben“, berichtet Lehrerin Karin Nee. „Die sind dann gar nicht mehr wiedergekommen oder nach der Schule sofort zurück ins Ausland gegangen.“

Quelle: http://www.azonline.de/Coesfeld/Junge-Szene/1900359-15-junge-Fremdsprachenassistenten-machen-fuer-zwei-Monate-ein-Auslandspraktikum,
von Florian Schütte