Das Oswald

Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld

Schottlandfahrt 2016

Im „Sattel des `Arthur´s Seat´“

Reisebericht/Schottlandfahrt 2016: Die Wanderung in den Holyrood Park versprach atemberaubende Blicke   auf die Hauptstadt Schottlands

Schülerinnen und Schüler der einjährigen Bildungsgänge Berufsfachschule 1 & 2 der Fachbereiche Wirtschaft & Verwaltung sowie Gesundheitswesen reisten im Rahmen einer einwöchigen Projektfahrt nach Schottland.

Bevor es losging, bereiteten sich alle teilnehmenden SchülerInnen intensiv auf die Projektfahrt vor. Dazu standen ihnen mehrere Aufgaben zur Wahl, an denen sie während der Unterrichtszeit in unterschiedlichen Differenzierungskursen arbeiteten. Die SchülerInnen, die nicht an der Fahrt teilnehmen konnten, beteiligten sich währenddessen an einem parallel geführten Projekt zum Thema „Europa“.

Das lange Warten hatte ein Ende! Nach langer Vorbereitung machten sich die SchülerInnen am 23.04.2016 endlich auf den Weg.

Mit dem Bus führte die Projektfahrt zunächst nach Rotterdam. Von dort aus ging es mit der Fähre „P&O Pride of Rotterdam“ nach Hull (England). Nach einer gefühlt kurzen Nacht wurde auf der Fähre ausführlich gefrühstückt - ganz nach „britischem Stil“.

Weiter ging die Busfahrt nach Schottland. Während der Fahrt konnten die Projektteilnehmer die schöne Landschaft Englands und Schottlands betrachten, unter anderem eine malerische Bucht mit einem Leuchtturm oder an der schottisch-englischen Grenze einen großen historischen Grenzstein. Die Busfahrt verlief über kurvige, hügelige Landstraßen und sorgte für eine „heitere Stimmung“ der Reisenden.

Im Zentrum Edinburghs angekommen machte die Projektgruppe nicht lange eine Erholungspause. Sie begab sich geschlossen gleich am ersten Abend zu Fuß auf den „Calton Hill“, auf dem die SchülerInnen in der Abenddämmerung eine atemberaubende Aussicht auf die Hauptstadt Schottlands hatten.

Ein „Youth Hostel“ im Zentrum Edinburghs bot in den folgenden Tagen Unterkunft und Verpflegung. Von der Jugendherberge aus starteten alle weiteren Exkursionen. Das Programm war zeitlich straff und abwechslungsreich gestaltet: Sightseeing, Shopping, ausgiebige Wanderungen, Stadtbesichtigungen.

Die SchülerInnen konnten am Folgetag sich entscheiden, ob sie die Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen, eine Wanderung auf den „Arthur´s Seat“ auf sich nehmen  oder auch einen Einkaufsbummel machen wollten.

Sicherlich zählte der Aufstieg auf den „Arthur’s Seat“ Edinburghs zu einem Highlight. Der zirka 250 Meter hohe Hausberg steht ca. 1,5 km östlich des eigentlichen Stadtzentrums. Der Berg ist vulkanischen Ursprungs. Er ist vollständig vom Siedlungsgebiet der Stadt Edinburgh und ihrer Vororte umgeben und Teil des Holyrood Parks mit dem königlichen Residenzschloss Holyrood Palace.

Von seinem Gipfel boten sich beeindruckende Aussichten auf die Hauptstadt, bis zur Brücke über den Firth of Forth, zu den Southern Uplands, dem Bezirk East Lothian und den südlichen Highlands. Dieser „Streifzug“ versprach den SchülerInnen offensichtlich unvergessliche Momente.

Abends durften alle Projektteilnehmer im Pub „The Standing Order“ dinieren. Zu den „schmackhaften“ Gerichten zählten Hamburger und Chips. Die urige Lokalität lud zu ausgiebigen Gesprächen ein, hatte eine tolle Atmosphäre und erinnerte aufgrund der beibehaltenen Dekoration aus früheren Zeiten an ein imposantes Bankgebäude.

Ein weiterer Programmpunkt war ein Besuch auf der „Royal Jacht Britannia“. Die SchülerInnen zeigten sich beeindruckt, die ehemaligen Gemächer der brit. Queen zu betreten, in denen bedeutungsvolle Politiker wie z. B Nelson Mandela aus aller Welt zu Gast bei der englischen Königsfamilie waren. Nachmittags  ging es an die östliche Küste Schottlands, die zu einer Klippenwanderung in den St. Abbs einlud.

Am Tag der Heimreise wurde die Fahrt mit der Besichtigung der Stadt „York“ in England vorläufig abgeschlossen. Abends ging es dann  in Hull wieder auf die Fähre, die alle Teilnehmer sicher an das europäische Festland nach Rotterdam brachte.

Die Fahrt verlief getreu dem „europäischen Leitgedanken“ des Berufskollegs: „Wir festigen die Fremdsprachenkompetenz, erweitern und wenden diese durch Studienfahrten […] an. Fremde Kulturen sollen verstanden und erlebt und damit die Interkulturalität gestärkt, vernetztes Denken und (berufliches) Handeln in globalen Zusammenhängen gefördert werden.“ (http://www.das-oswald.de, Schulprofil)

Die Projektteilnehmer konnten viele Erlebnisse und Eindrücke auf der Fahrt sammeln und dabei ihre Sprachkenntnisse anwenden. Aus Sicht aller Mitreisenden war die Fahrt ein Erfolg garantiertes Erlebnis. Das Wetter zeigte sich streckenweise mit viel Sonnenschein von seiner besten Seite.

Unklar bleibt, welche Bedeutung der Name „Arthur´s Seat“ hat. Es gab nie einen offiziellen gälischen Namen für den Berg. Darf man der Auslegung des schottischen Schriftstellers Maitland folgen, dann kann der Name mit „Gipfel der Pfeile“ übersetzt werden. Somit dürfte die Vermutung der Projektgruppe kaum mit der eines „Reiters mit Namen Arthur“ zu tun haben. „Wie auch immer – Spaß hat die Wanderung auf dem Berg mit vergleichbarer Ausformung eines Reitsattels allemal gemacht!“

(Zeitungswerkstatt BW1-15, Shala & Rettig)

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