Das Oswald

Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld

Deutsch-Französische Begegnung 2016

Deutsch-französische Begegnung am Oswald

Am Dienstag, den 26. April 2016, war es soweit und die deutsch-französische Woche am Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg begann. Die Klasse HBF-15 hatte bereits ein leckeres Frühstück vorbereitet und den Europaraum dekoriert.

Um 9.30 Uhr trafen die Austauschschüler des „Lycée Professionnel Gustave Flaubert“ aus Rouen bei uns ein und da alle Schülerinnen und Schüler kurze Präsentationen über ihre Heimat, besondere Orte und ihre Schule hielten, war die erste Anspannung auch gleich schon verflogen. Unsere Vorträge hielten wir auf Französisch, damit uns unsere Gäste auch gut verstehen konnten, während die Austauschschüler ihre Präsentationen in englischer Sprache hielten, da sie noch nicht so gut Deutsch können. Nachdem dann auch unsere Französischlehrerin Frau Knäpper und unsere Schulleiterin Frau Stoll-Röhl noch einige kurze Worte gesagt hatten, konnte das Frühstück endlich beginnen. Es gab reichlich Auswahl an Brötchen, Aufschnitt, Obst, Quark, Muffins sowie kalte und warme Getränke. Als wir dann alle fertig gegessen hatten, schafften wir etwas Platz im Raum, um ein paar Fotos für die Zeitung und natürlich auch für uns zur Erinnerung zu machen. Als nächstes beschlossen wir, den Franzosen kurz die Innenstadt von Coesfeld zu zeigen  und gemeinsame Zeit zu verbringen.

Wir zeigten den französischen Schülern unsere Lieblingsläden, in denen man besonders gut shoppen kann.  Als der Einkaufsbummel zu Ende war, war die Laune trotz des leider schlechten Wetters gut und viele unterhielten sich bereits, trotz anfänglicher Verständigungsprobleme.

Dann ging es auch schon weiter zur Betriebsbesichtigung des Coesfelder Unternehmens Parador. Parador wurde 1977 gegründet und stellt hochwertige Bodenbeläge wie Laminat oder Parkett her. Wir wurden freundlich empfangen und bekamen Kopfhörer sowie Warnwesten. Dann konnte die Führung, welche hauptsächlich auf Englisch, aber teils auch auf Deutsch stattfand, beginnen. Wir wurden durch die Produktionshallen geführt und durften uns alle Maschinen und Produktionsverfahren ansehen. Das war wirklich sehr interessant. In den Hallen war es warm und laut, aber dank der Kopfhörer konnte man alles gut verstehen.

Anschließend erfuhren wir in einem englischen Vortrag, gehalten von der Personalreferentin Frau Große Vogelsang, weitere Details über den Export und die verschiedenen Produktionsstandorte des Unternehmens. Ergänzt wurde der Vortrag durch eine ehemalige Schülerin unseres Bildungsganges, die in nahezu perfektem Französisch über ihre tägliche Arbeit mit französischen Kunden berichtete.

Nach der Betriebsbesichtigung ging es zum Café Central. Hier saßen Deutsche und Franzosen gemischt und jeder unterhielt sich mit jedem. Die Stimmung war hervorragend, zumal auch noch ein köstliches Pizzabuffet, mit Eis und warmen Kirschen als Nachtisch, serviert wurde. Der schöne Abend endete dann gegen 21.00 Uhr, als alle wieder nach Hause fuhren. Man musste sich schließlich auch ein bisschen ausruhen, denn ein weiterer Tag voller Programmpunkte stand uns bevor.

Am Mittwoch stand die Fahrt der HBF-13 mit den Franzosen nach Oberhausen in den Gasometer und nach Bochum ins Bergbaumuseum an. 

Im Gasometer erwartete uns eine Führung durch die aktuelle Ausstellung „Wunder der Natur“. Besonderes Highlight im gigantischen Innenraum des Gasometers ist eine große Kugel mit zwanzig Metern Durchmesser, auf die die Welt in verschiedenen Wetterlagen projiziert wird. Die Ausstellung folgt dem Wachsen und Werden auf unserem Planeten und feiert bildgewaltig seine Intelligenz und Vielfalt, die sich bei Menschen, Tieren und Pflanzen zeigt. 

Nach diesen fantastischen Eindrücken über die Natur hatten wir eine Stunde Mittagspause,die wir in kleinen Gruppen im Einkaufzentrum CentrO verbringen konnten.

Gestärkt ging es dann weiter zu unserem nächsten Termin, dem Besuch des Bergbaumuseums in Bochum, in dem wir ebenfalls eine Führung machten. 

Dieses Mal allerdings getrennt, jeweils auf Deutsch und Französisch. Ein ehemaliger „Kumpel“ führte uns in den nachgebauten Bergbautunneln herum, erklärte Maschinen und erzählte aus seiner Vergangenheit als Arbeiter im Bergwerk. Im Anschluss hatten wir noch die Möglichkeit uns die Ausstellungsräume des Museums mit vielen Exponaten aus den verschiedenen Jahrhunderten der Bergarbeit anzusehen.

Wieder in Nottuln angekommen, aßen wir zusammen mit den Franzosen in der Jugendherberge ein leckeres Abendessen, bevor es zum Abschluss des Tages zum gemeinsamen Bowling in den Sportpark ging, wo wir für zwei Stunden Bahnen gemietet hatten. 

 

Am Donnerstag stand eine gemeinsame Fahrt nach Münster auf dem Plan. Um 9.45 Uhr traf sich die HBF-15 hinter dem Schulgebäude des Oswald-von-Nell-Breuning Berufskollegs. Mit dem Bus fuhren wir anschließend in Richtung Nottuln, um unsere französischen Austauschpartner von ihrer Jugendherberge abzuholen. Als die Franzosen in den Bus stiegen, hatten alle direkt gute Laune und freuten sich auf den gemeinsamen Tag. Gegen 10.30 Uhr erreichten wir den Mühlenhof in Münster. Der Mühlenhof ist eine Art Dorf, in dem man viele kleine Gebäude aus dem 16. - 19. Jahrhundert besichtigen und bestaunen kann. Wir wurden dort von einem Kiepenkerl durch die gemütlichen Häuser geführt und er konnte uns einiges zu diesen in englischer Sprache erzählen. Die Führung endete in einem kleinen Haus, welches die Schule von damals darstellte. Anschließend hatten wir noch ein wenig Zeit, selbst durch das Dorf zu gehen und etwas Kuchen im kleinen Mühlenhof-Cafe zu essen.

Vom Mühlenhof aus waren es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Aasee. Dort warteten wir auf ein kleines Schiff, mit dem wir über den Aasee fuhren. An Bord hatten wir ein wenig Zeit, uns mit den Franzosen zu unterhalten und die schöne Aussicht zu genießen. Die Bootstour führte uns auch durch den Zoo und von dort aus zu den Aasee-Terrassen, wo wir ausstiegen. Von dort aus liefen wir gemeinsam in die Stadt in  Richtung Dom. Sowohl den St.Paulus Dom als auch die Lamberti Kirche besichtigten wir von innen.

Anschließend gab es noch die Gelegenheit in kleinen Gruppen gemeinsam in die Innenstadt zu gehen und so zeigten wir den französischen Schülern auch hier noch einige unserer Lieblingsgeschäfte. Einige Franzosen nutzten die Zeit, um kleine Souvenirs aus Deutschland für ihre Freunde in Frankreich zu besorgen.

Gegen 18 Uhr trafen sich alle wieder, um mit dem Bus zurück nach Coesfeld zu fahren. Der letzte Programmpunkt war nun ein gemeinsames Essen im Stephanus Brauhaus in Coesfeld. Dort lagen schon die Speisekarten bereit, auf denen eine große Auswahl von Vor-, Haupt- und Nachspeisen zu finden war. Darunter unter anderem Suppen, Pasta, Salatteller, Spargel etc. . Für die meisten war der Abend somit erst gegen 22.00 Uhr zu Ende und wir fuhren erschöpft von dem anstrengenden Tag nach Hause oder in die Jugendherberge.

Die Woche war sehr interessant, erlebnisreich und spannend für uns, da wir eine andere Kultur kennenlernen konnten, neue Freundschaften geschlossen haben und uns trotz kleiner sprachlicher Schwierigkeiten sehr gut mit den Franzosen – im wahrsten Sinne des Wortes - verstanden haben.

Kathleen Thieme (HBF13); Janine Bollbrock, Alica Zimmermann, Antonia Gerding,

Klara Harprath (HBF15)

 

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