Das Oswald

Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld

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Namenspatron

Nach wem ist unsere Schule benannt? Unser Namenspatron

Oswald von Nell-Breuning, geb. am 8.3.1890, war nicht nur katholischer Theologe, sondern auch Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Jesuit und Professor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main. Darüberhinaus hatte er auch eine Professur an der Frankfurter Universität. Heute lebt Oswald von Nell-Breuning natürlich nicht mehr. Er ist am 21.8.1991 mit 101 Jahren verstorben. "Oswald von Nell-Breuning" als Name für ein Berufskolleg, das schwerpunktmäßig kaufmännisch orientiert ist - ist erklärlich:

Unser Namenspatron war von 1948 - 1965 Mitglied des wissenschaftlichen Beirates beim Bundesministerium für Wirtschaft und zahlreiche Veröffentlichungen sind den Fragen der Wirtschaftsethik, der Wirtschafts- und Sozialpolitik, dem Verhältnis von Arbeit und Kapital, der Bedeutung der Gewerkschaften, der Auseinandersetzung mit dem Marxismus, der Frage der Mitbestimmung sowie den Prinzipien der katholischen Soziallehre gewidmet.
(nach Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden)

Wollen Sie Beispiele?
(Quelle: Canisius, Mitteilungen der Jesuiten, Heft 1, 1990)

Die wirtschaftstheoretischen und wirtschaftspolitischen Reflexionen ..sind vorwiegend im Grenzbereich der Marktwirtschaft angesiedelt - dort, wo der Markt im Hinblick auf eine angemessene Geldversorgung, eine ausgewogene Verteilung der Kaufkraft, eine verantwortliche Präferenzskala und eine ursachenadäquate Zurechnung versagt."

Er hält die soziale Marktwirtschaft doch nur für ein Durchgangsstadium. Sie bleibt nämlich, solange die von den Produktionsmitteln getrennten Arbeiterinnen und Arbeiter auf das Lohnarbeitsverhältnis verwiesen sind und sich damit dem Direktionsrecht des Betriebsleiters unterstellen müssen, kapitalistisch, allenfalls sozial temperiert. Das Unternehmen bleibt die Summe von Gegenständen, die den Kapitaleignern gehören, nicht ein Verband aller Personen, die sich für das Unternehmen engagieren. Eine solche Sicht ist aber gefordert, wenn man die Würde der Arbeit aufgrund der Würde der menschlichen Person als vorrangig gegenüber der Rentabilität des Kapitals einstuft."

"Er hat sich konsequent zugunsten der kollektiven Gegenmacht von Gewerkschaften, die er zugleich als Ordnungsfaktor versteht, eingesetzt, unter Einschluß des Streikrechts."

"Er vertrat die Überzeugung, es gehe in der Politik gerade darum, das noch Unmögliche möglich zu machen."

"Arbeitet der Mensch zuviel? ... Ein Tag in der Woche reicht aus" (gemeint ist Erwerbsarbeit!)

Seine Buchtitel lauten z.B. "Grundzüge der Börsenmoral" - "Arbeitet der Mensch zuviel?" - "Den Kapitalismus umbiegen" - "Wirtschaft und Gesellschaft heute" usw. usw. ....

Übrigens:

Als Professor war er freilich gefürchtet. Unbedarften und Halbwissenden gab er wenig Anlaß, auf Gnade zu hoffen." UND für die Deutsche Tagespost galt er als "Picasso der Nationalökonomie"

Reichts für den Anfang?
Wir denken, da haben wir auch eine Herausforderung!

Am Ende dieses Beitrags finden Sie eine Powerpoint-Präsentation anlässlich des 120. Geburtstages von Oswald von Nell-Breuning. Die Präsentation wurde als Projekt von der HH1-08 im Schuljahr 2009/2010 erstellt.