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„Be your best“ – Erasmus+ Projekt bringt Europa nach Coesfeld

Eine Woche voller Begegnungen, kultureller Vielfalt und spannender Erfahrungen: Das Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld war Gastgeber eines multinationalen Erasmus+ Projekts unter dem Motto „Be your best“. Jugendliche aus Frankreich, Slowenien und Deutschland kamen zusammen, um voneinander zu lernen, gemeinsam zu arbeiten und Europa hautnah zu erleben.

Drei Länder, ein Ziel: Gemeinsam wachsen

Mit dabei waren Schülerinnen und Schüler der Dvojezična srednja šola aus Izola (Slowenien), des Lucée professionnel Jean Guéhenno aus Saint Amand Montrand (Frankreich) und natürlich des Berufskollegs in Coesfeld. Ziel des Projekts war es, das kulturelle Verständnis zu fördern, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und die europäische Identität zu stärken. Dabei standen nicht nur berufliche Themen aus Gastronomie, Tourismus und Groß- und Außenhandelsmanagement im Fokus, sondern auch Nachhaltigkeit und Innovation.

Politik, Kultur und Teamgeist

Das Programm war so vielfältig wie die Teilnehmenden selbst. Politisch wurde es beim Austausch mit dem Europaabgeordneten Niels Geuking, der spannende Einblicke in die Arbeit des Europäischen Parlaments gab und zahlreiche Fragen zur aktuellen EU- und Weltpolitik beantwortete. Historisch ging es weiter mit einem Besuch im Bergbaumuseum Bochum und einer Stadtführung durch Münster inklusive des berühmten Friedenssaals.

Kulturell konnten die Jugendlichen beim Graffiti-Workshop kreativ werden und sich in der Ausstellung „Planet Ocean“ im Gasometer Oberhausen mit globalen Umweltfragen auseinandersetzen. Ein Knigge-Workshop sorgte für stilvolle Umgangsformen – nicht nur beim gemeinsamen Festmahl.

Berufliche Einblicke und kulinarische Highlights

Auch die berufliche Praxis kam nicht zu kurz: Besuche in gastronomischen Betrieben im Münsterland, wie das Inklusionsrestaurant 1648 in Münster oder die Domschenke in Billerbeck und eine Betriebsbesichtigung bei Ernsting’s Family in Lette zeigten, wie vielfältig und innovativ die Berufswelt in der Region ist. Der krönende Abschluss war ein mehrgängiges Festmahl, das die Schülerinnen und Schüler selbst in der Schule ausrichteten – ein echtes Highlight, bei dem Teamwork, Kreativität und Gastfreundschaft gefragt waren.

Europa zum Anfassen

Was bleibt, ist mehr als nur ein voller Terminkalender: Freundschaften wurden geschlossen, Sprachbarrieren überwunden und neue Perspektiven gewonnen. Für viele war es das erste Mal, mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern so intensiv zusammenzuarbeiten – und das mit großem Erfolg.

„Ich hätte nie gedacht, dass wir uns so schnell verstehen würden – es war, als würden wir uns schon lange kennen“, erzählt Mikki aus Coesfeld. „Der Graffiti-Workshop war mein Highlight. Wir konnten uns kreativ ausdrücken und gleichzeitig mit anderen über Kunst und Umwelt sprechen“, ergänzt Zala aus Slowenien. Und Théo aus Frankreich meint: „Ich habe nicht nur mein Englisch verbessert, sondern auch gelernt, wie wichtig Teamarbeit ist – egal aus welchem Land man kommt.“

Coesfeld war dabei Schauplatz des bisher größten Treffens im Rahmen des Projekts. Besuche in Frankreich und Slowenien stehen noch aus – die Reise geht also weiter.

Möglich gemacht wurde das Ganze durch die Förderung der Europäischen Union, die solche Projekte unterstützt und jungen Menschen die Chance gibt, Europa aktiv mitzugestalten.

Fazit: „Be your best“ war mehr als ein Motto – es wurde gelebt.