Hola Córdoba: Unsere Erasmusmobilität nach Spanien
Sechs Schülerinnen und Schüler des Erasmuskurses der Q1 des beruflichen Gymnasiums „Wirtschaft“ sowie die Spanischlehrkräfte Herr Seidel und Frau Nee machten sich im Rahmen eines Erasmusprogramms auf den Weg nach Córdoba in Spanien. Das Projekt stand eine Woche ganz im Zeichen von Begegnung, Austausch und gemeinsamem Lernen mit einer spanischen Partnerschule.
Jeden Tag nahmen wir in gemischten Gruppen am Unterricht der spanischen Schüler teil. Dabei erfuhren wir einige Unterschiede zum deutschen Schulsystem aber auch Gemeinsamkeiten und gemeinsame Interessen konnten wir entdecken. Die spanischen Lehrkräfte hatten sich unterschiedliche Themenbereiche ausgedacht: So erlebten wir beispielsweise eine kleine Einführung in den traditionellen andalusischen Tanz „Sevillanas“, den eine Spanischlehrerin mit einer Schülerin vorführte. Im Kunstunterricht war Kreativität und Fingerfertigkeit gefragt, dort erstellten wir alle zusammen ein gemeinsames Kunstobjekt aus selbst geformten Tonkugeln. Ebenso gab es Einblick in den Englischunterricht, der von einer blinden Lehrerin gehalten wurde.
Ganz nebenbei wurden Sprachkenntnisse, Teamfähigkeit und Selbstvertrauen gestärkt. Besonders der direkte Kontakt sorgte dafür, dass Europa für uns nicht nur ein Begriff blieb, sondern ganz konkret erlebbar wurde.
Natürlich blieb auch Zeit, Córdoba selbst zu entdecken. Bei der Besichtigung der beeindruckenden Mezquita und beim Spaziergang durch die traditionellen Patios konnten wir die besondere Atmosphäre der Stadt auf uns wirken lassen und ein Stück andalusischer Geschichte hautnah erleben. Ebenso genossen wir die spanischen Tapas in den unzähligen Bars und die abendliche Stimmung auf den vielen Plätzen in der Altstadt und erkundeten das kulinarische Angebot der Mercados.
Nicht minder interessant waren zwei Unternehmensbesichtigungen mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Bei Greenar erfuhren wir, wie technische Lösungen für erneuerbare Energieprojekte umgesetzt werden, z. B. die Überdachung von riesigen Apfelsinenplantage mit Photovoltaikanalagen oder die Installation von Biogasanlagen aus den Abfallprodukten der Olivenölproduktion, die insbesondere in der Provinz von Córdoba in großem Maße vorhanden ist. Aus diesem Grund besuchten wir auch eine traditionsreiche Ölivenöl-Mühle, die sich auf die Herstellung von ökologischem und hochwertigem Olivenöl spezialisiert hat. Hier bekamen wir einen Eindruck davon, wie viel Sorgfalt in umweltfreundlichen Produktionsprozessen steckt – vom Anbau bis zur Abfüllung. Im Anschluss an die sehr anschauliche Führung gab es natürlich auch ein „tasting“, wo wir uns von dem hervorragenden Geschmack des Olivenöls überzeugen konnten und direkt ein paar Flaschen des leckeren Öls als Mitbringsel erwarben.
Am Freitag hieß es dann nach einem gemeinsamen Frühstück mit den spanischen Lehrkräften und Schülern adiós zu sagen. Da unser Rückflug von Málaga aus ging, konnten wir dort noch einen wunderschönen Tag mit Sol y Playa verbringen und den fantastischen Ausblick vom Berg Gibralforo mit dem Alcazaba genießen.
Am Ende dieser Erasmus-Mobilität nahmen wir nicht nur viele neue Eindrücke, sondern auch neue Freundschaften und wertvolle Erfahrungen mit nach Hause. Die Reise hat gezeigt, wie bereichernd Austausch sein kann – fachlich, sprachlich und persönlich.









